Der Januar stand ganz im Zeichen der Hallenmeisterschaften in Halle an der Saale. Am Samstag, dem 24. Januar 2026, führte der Weg erneut in die Leichtathletikhalle Brandberge. Wettkämpfe in der „Eishalle“ sind selten von angenehmen Bedingungen geprägt, was sich an diesem Tag bestätigte. Die Kälte bestimmte den Wettkampfverlauf und stellte hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Warmhalten und gesund bleiben hatten oberste Priorität, schließlich warteten am folgenden Wochenende bereits die Mitteldeutschen Meisterschaften. Gleichzeitig bot sich die letzte Möglichkeit, Normen zu erfüllen oder den Staffeln den entscheidenden Feinschliff zu verleihen. Entsprechend groß war das Teilnehmerfeld aus den Trainingsgruppen Langsprint, Mittel- und Langstrecke, ergänzt durch eine kleine, hochmotivierte Masters-Gruppe aus der Trainingsgruppe Näther.
In der Altersklasse M14 präsentierten sich die Weitspringer Karl Liebner und Paul Hase gut vorbereitet auf ihre neue Altersklasse. Mit gelungenen Sprüngen erreichten beide das Finale und belegten mit 4,69 m sowie 4,62 m die Plätze sieben und acht. In den Wurfdisziplinen sammelten Benyamin Elias Jannack im Kugelstoßen sowie Niclas Friedrichs im Diskuswurf wertvolle Meisterschaftserfahrung. Elias erzielte mit 8,18 m Rang sechs, während Niclas mit 21,54 m einen starken fünften Platz erreichte.
Für einen ersten sportlichen Höhepunkt sorgte Mads Müller in der Altersklasse M15. Mit einer neuen Bestzeit von 7,66 Sekunden sprintete er souverän ins Finale über 60 m und belohnte sich dort mit der Bronzemedaille. Über 300 m folgte der nächste Paukenschlag. Nach einer Startverzögerung und einem provozierenden Fehlstart des Starterteams lief Mads hochkonzentriert und voller Entschlossenheit sein Rennen. In 38,23 Sekunden stürmte er zum Landesmeistertitel, verbesserte den Vereinsrekord und setzte ein deutliches Ausrufezeichen.
Im Weitsprung der M15 passte bei Leonard Sannecke vom ersten Versuch an alles. Mit 5,74 m stellte er eine neue persönliche Bestleistung auf, erfüllte die Norm für die Mitteldeutschen Meisterschaften und ließ der Konkurrenz keine Chance. Der Landesmeistertitel war der verdiente Lohn. Konstantin Sannecke überzeugte mit konstanten Sprüngen und erreichte mit 5,10 m den sechsten Platz. Über 800 m zeigte Alfons Bornstedt ein couragiertes Rennen und lief mit einer neuen Bestzeit von 2:36,15 Minuten auf einen starken vierten Rang.
Richtig schnell wurde es in der 4×200-m-Staffel der U16 männlich. Startläufer Mads Müller verschaffte dem Team einen Vorsprung, den Leonard Sannecke weiter ausbaute. Paul Hase hielt den Abstand zur Konkurrenz stabil, bevor Konstantin Sannecke das Rennen mit einem kraftvollen Schlussspurt beendete. In 1:45,97 Minuten sicherte sich das Quartett den Landesmeistertitel und stellte erneut einen Vereinsrekord auf.
In der Altersklasse U20 männlich zeigte Hugo Bornstedt über die Mittelstrecke ein engagiertes Rennen. Mit 2:20,86 Minuten stellte er eine neue Bestzeit auf und belegte den siebten Platz. Bei den Masters durfte sich Bernd Annecke in der Altersklasse M65 über zwei Vizelandesmeistertitel freuen. Über 60 m sprintete er 9,61 Sekunden, im Weitsprung erreichte er 3,86 m.
Für Begeisterung sorgte Tara Schreier in der Altersklasse W15 über 800 m. Vom Start weg übernahm sie die Führung und bestimmte das Rennen souverän. In 2:27,17 Minuten lief sie zum Landesmeistertitel und blieb deutlich unter der 2:30-Marke. Über 300 m zeigten Pia Elaine Müller und Alina Velibekov solide Leistungen und belegten mit 46,96 Sekunden sowie 49,16 Sekunden die Plätze sieben und elf. Einen gelungenen Einstand feierte Ronja Dreiling im Dreisprung. Bei ihrem ersten Wettkampf in dieser Disziplin erzielte sie 8,01 m und erreichte den fünften Platz. In der 4×200-m-Staffel der U16 weiblich bewiesen Tara Schreier, Alina Velibekov, Dana Schweizer und Pia Elaine Müller großen Kampfgeist. Nach einem unbeabsichtigten Schubser kämpften sie sich entschlossen ins Ziel und belegten mit 1:59,34 Minuten Rang sieben.
In der Altersklasse U20 weiblich lief Maja Velibekov über 200 m zu einem starken sechsten Platz in 30,61 Sekunden. Über 400 m sprintete Emilia Brand in 76,42 Sekunden zum Vizelandesmeistertitel, über 800 m sicherte sich Mimi Meinhardt in 2:36,93 Minuten ebenfalls Silber. Im Weitsprung sprang Nele Henrike Bender mit 5,18 m auf Rang zwei und verbesserte den Vereinsrekord ihrer Altersklasse. Den stimmungsvollen Abschluss der Jugendwettkämpfe bildete die 4×200-m-Staffel. Mit sicheren Wechseln und hohem Tempo liefen Mimi Meinhardt, Maja Velibekov, Clara Ducho und Emilia Brand in 1:58,69 Minuten zum Landesmeistertitel und bestätigten ihre starke Form im Hinblick auf die kommenden Meisterschaften.
Im Mastersbereich der Frauen sammelten die Athletinnen zahlreiche Titel. Jenny Hase gewann das Kugelstoßen der Altersklasse W35 mit 12,48 m. Julia Dreiling überzeugte mit mehreren Podestplätzen, besonders hervorzuheben sind ihre Premiere über 60 m Hürden in 10,06 Sekunden sowie der Weitsprung mit starken 5,10 m. In der Startgemeinschaft MSC und MLV gingen Stefanie Pertz, Susanne Pfeifer-Böcker, Julia Dreiling und Jana Genilke über 4×200 m in der Altersklasse W30 an den Start. In 1:57,27 Minuten sprinteten sie zum Landesmeistertitel und bestanden den Härtetest für die Deutschen Masters-Meisterschaften eindrucksvoll. Bereits zuvor waren die vier Athletinnen vom Leichtathletik-Verband Sachsen-Anhalt durch die Seniorenwartin für ihre erfolgreiche Staffelleistung bei den Deutschen Masters-Meisterschaften im Sommer ausgezeichnet worden.
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Einige Fotos von: Bernd Hammelmann